Die Rabtaldirndln

DU GINGST FORT Eine Art Fahndungsformat mit den Rabtaldirndln

Themen wie Landflucht und Rückkehr, Entfremdung und Heimatkonstruktionen haben bestimmt nicht nur „WahlstädterInnen“ schon des Öfteren beschäftigt. Auch die Rabtaldirndln sind einst aufgebrochen, um die beklemmenden und patriarchalen Strukturen in ihren Arbeits- und Familienverhältnissen hinter sich zu lassen. Aber irgendwann haben sie verstanden: das Land lässt dich nicht los. Auch nach jahrelanger Abwesenheit lassen sich die gewohnten Heimatreflexe immer noch abrufen.
Inspiriert  vom Fernsehformat Aktenzeichen XY … ungelöst, beschäftigen sich die Rabtaldirndln in DU GINGST FORT mit Personen, die weggegangen sind und fahnden gewissermaßen nach Ihnen.  Anstatt der selbstgewissen  kollektiven Verbrecherjagd im Fernsehen, erzählen und spielen die Rabtaldirndln Elemente aus Gesprächen mit vermissten „Ausheimischen“. Dazu involvieren  sie Personen mit geeigneten Schicksalen in der persönlichen Umgebung des Peformancekollektivs. Was  haben die zu sagen, die gegangen sind? Welche Bilder vom Land existieren eigentlich in der Stadt? Und warum gehen immer die besten weg? Das sind die Fragen, die die Rabtaldirndln antreiben. Davon können sie ein Lied singen.

"Du gingst fort - mhmmmm
Und mein Herz, das weinte um dich - mhmmm" Die Raabtal Dirndln

Die Rabtaldirndln sind ein Grazer Theaterkollektiv, das seit 2003 besteht. Sie treten grundsätzlich als Formation auf. Diese ist einem Geschwader nicht unähnlich. Einzelne Gäste, die in den Produktionsstrudel gezogen und wieder ausgespuckt werden, geraten zuweilen in die Truppe. Im brut waren sie zuletzt im Frühjahr 2014 mit ihren Projekten EINKOCHEN und Picknick mit Erscheinung zu sehen. http://dierabtaldirndln.wordpress.com



Konzept und Umsetzung Die Rabtaldirndln, Ed Hauswirth

Performance Barbara Carli, Rosi Degen, Bea Dermond, Gudrun Maier

Dramaturgie und Ausstattung Georg Klüver-Pfandtner

Technik Nina Ortner

AKTUELL

Die Rabtaldirndln

"Du gingst fort"

Roxy Theater, Basel/ CH

 

von 2.- 5.12.2016,

jeweils 20 Uhr

 

Foto: Rania Moslam